110Jahre KAB St. Elisabeth Bergkamen

 

Am Sonntag, dem 26. August 1906, gründeten in der Bergkamener Gastwirtschaft Henkemeyer im Beisein des „Hochwürdigen“ Herrn Vikar Bendler, 22 Männer den katholischen Arbeiterverein. In diesem Jahr blickt der ehemalige „Arbeiterverein“ als „KAB St. Elisabeth Bergkamen“ auf stolze 110 Jahre Bestehen zurück.

 

Am Sonntag wurde das Jubiläum nun würdig gefeiert. Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit einem Festhochamt in der vollbesetzten Elisabeth-Kirche, das vom Präses der KAB St. Elisabeth, Pastor Sebastian Zimmert, geleitet wurde. Unterstützt wurde er dabei vom ehemaligen Pfarrer der Pfarrgemeinde und Ehrenpräses der KAB, Pfarrer Ulf Doppelfeld.

 

Musikalisch gestaltet wurde die Messe von Organistin Cornelia Fork und der „Altstimme“ von KAB-Mitglied Anette Blaschke, die Lieder wie das „Ave Maria“ und „Schwarze Madonna“ vortrug.

 

In einem Essay blickte Pfarrer Ulf Doppelfeld zugleich auf seine dreißig Jahre zurück, in denen er die KAB St. Elisabeth mit vielen gemeinsamen Erlebnissen als Präses begleiten durfte. Dabei würdigte er ganz besonders das Ehrenamt, das auch in der KAB St. Elisabeth vorbildlich gelebt würde: „Gerade das Ehrenamt ist der „Kitt“, der unsere Gesellschaft zusammenhält!“

 

Nach der Messe ging es im benachbarten Elisabeth-Haus weiter. Hier begrüßte der Leiter des Pastoralverbundes Bergkamen, Pastor Thorsten Neudenberger, die vielen KAB-Mitglieder, Ehrengäste und befreundete Vereine.

 

In seinem Grußwort blickte Bürgermeister Roland Schäfer auf 110 Jahre zurück, in denen so mancher Verein gegen ernste politische Turbulenzen um sein Bestehen kämpfen mußte und lobte das vielseitige Engagement, mit dem sich die KAB St. Elisabeth und ihre Mitglieder am gesellschaftlichen Leben in der Stadt Bergkamen beteiligen.

 

Der Vorsitzende der KAB St. Elisabeth, Klaus-Dieter Hoffmann, betonte, dass es in der heutigen Zeit mit der Orientierungslosigkeit vieler Menschen, längst nicht mehr selbstverständlich ist, dass ein Verein 110 Jahre alt wird. Dass es aber die Bergkamener KAB dennoch so weit geschafft hat, liege nicht zuletzt auch an dem bunten Spektrum an interessanten Themen, die die KAB St. Elisabeth zu bieten habe, ist sich Klaus-Dieter Hoffmann sicher.

 

Mit einem kalt-warmen Mittags-Büfett ließ anschließend KAB-Mitglied Gerd Bolschowksi vom Haus Elsner die Herzen der KAB-Freunde höher schlagen, der leckere Kuchen kam natürlich aus der ehemaligen Bäckerei von KAB-Mitglied Josef und Bärbel Kerkhoff. Den Service und die Bewirtung übernahmen junge Feuerwehrfrauen - entsprechend schnell wurde jeder Durst gelöscht.

 

Bei den Ehrungen wurde Marta Dillkötter für stolze 62 Jahre Mitgliedschaft in der KAB St. Elisabeth geehrt, Karola und Heinz Funke für 57 Jahre, Margret und Hans Gibbbels für 55 Jahre. Auf 46 Jahre blickt Herbert Beckmann zurück, auf 45 Jahre Josefa und Heinz Koepe und Friedrich Rediger.

 

Aus Dank für die große Mühe zur Erstellung der vielbeachteten Chronik zum 100-jährigen Jubiläum der KAB St. Elisabeth Bergkamen, wurde Heinz Funke zum Ehrenmitglied ernannt.

Vor dem Elisabeth-Haus von links nach rechts: Norbert de West, Werner Braucks, Bürgermeister Roland Schäfer, Hubert Fellmann, Pfarrer und Ehrenpräses Ulf Doppelfeld, Georg Steinhof, Susi Eisenhuth, Präses Sebastian Zimmert, Klaus-Dieter Hoffmann, Ortsvorsteher Franz Herdring, Jubilarin Marta Dillkötter, Marco-Morten Pufke, Gerd Koepe Pastor Thorsten Neudenberger